El-Cell Produkte

EL-CELL – Instrumentation for battery research

EL-CELL® entwickelt innovative elektrochemische Laborgeräte zum Testen neuer Batteriematerialien mit dem Fokus auf Lithium-Ionen-Batterien. Unser Produktportfolio umfasst Batterietester, Batterietestzellen, elektrochemische Dilatometer, Laborwerkzeuge sowie kundenspezifische Lösungen für Batterieforscher. Daneben beraten wir mit unserer Expertise auch im Rahmen von Hands-on-Seminaren.

Die EL-Cell GmbH wurde vor fast zehn Jahren in Hamburg, Deutschland, gegründet. Seitdem entwickeln wir Testgeräte und Laborausrüstung für die Erforschung von Energiespeichersystemen, mit besonderem Augenmerk auf die Lithium Ionen Technologie. Unsere Expertise in der Elektrochemie und im Maschinenbau zeichnen uns dabei ebenso aus wie unsere Freude an der Entwicklung innovativer Produkte.

Nach unserer Auffassung sind zuverlässige und einfache 3-Elektroden Messungen der effizienteste Weg zur Entwicklung neuer Batteriematerialien. Dieser Ansatz zieht sich durch die Entwicklung all unser elektrochemischen Testzellen durch. Er zeigt sich insbesondere in unserer PAT-Serie (PArallel Testing) einem modularen Testzellsystem mit höchstem Ansprüchen an Effizienz und optimiertem Workflow.

Ergänzt wird unser Sortiment durch vielfältige in-situ Testzellen und Werkzeuge für die Herstellung von Batteriekomponenten im Labor. Eigene, auf die speziellen Anforderungen der Batterieforschung abgestimmte Potentiostaten komplettieren unser Angebot und ermöglichen es uns alle benötigten Komponenten für die Durchführung von elektrochemischen Experimenten aus einer Hand anbieten zu können.

Kontakt
EL-Cell GmbH
Tempowerkring 8
21079 Hamburg
Mueller, Sebastian
Dr. Sebastian Müller
Jan Kahrs
Lage
Tempowerkring 8, 21079 Hamburg

EL-CELL nutzt Stiftungsprofessur für mehr Zusammenarbeit

TEMPOWERK EL CELL TUHH
Forschung trifft Praxis – mitten im TEMPOWERK.

2021 hat das TEMPOWERK an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) die Stiftungsprofessur „Organizational Design and Collaboration Engineering“ gestiftet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Tim Schweisfurth erforscht sie, wie Unternehmen durch gezielte Kollaboration innovativer werden. Die Professur ist an der TU Hamburg angesiedelt – das TEMPOWERK dient dabei als Reallabor.

Mehr als 100 technologieorientierte Unternehmen aus über 40 Branchen profitieren direkt von dieser Forschung: durch Projekte, Workshops und individuell entwickelte Innovationssysteme.

 

Praxisbeispiel: EL-CELL als Fallstudie

Ein starkes Beispiel für gelebten Wissenstransfer ist die Zusammenarbeit mit der EL-CELL GmbH, die im TEMPOWERK innovative Laborgeräte für die Batterieforschung entwickelt. Dr. Bernhard Bugenhagen, Leiter der Abteilung Chemie, berichtet:

„Es war eine großartige Erfahrung. Wir haben die Gelegenheit genutzt, eines unserer komplexen Entwicklungsprojekte gemeinsam mit den Studierenden der TUHH zu analysieren.“

Das Projekt war Teil einer Vorlesung im Bereich Organizational Design: Fünf Gruppen à vier Studierende setzten sich mit einer realen Innovationsorganisation von EL-CELL auseinander. Dieses Projekt vereinte verschiedene Gewerke – mechanische Entwicklung, Elektronik, Software und Laborarbeit – und brachte typische Herausforderungen mit sich: Kommunikationsengpässe, Entscheidungsprozesse und Koordination zwischen internen Teams und externen Partnern.

 

Der Mehrwert für EL-CELL

Für Herrn Dr. Bugenhagen war vor allem die Vielfalt der Ansätze spannend: „Manche Vorschläge klangen sehr theoretisch, fast wie aus dem Lehrbuch. Aber viele waren überraschend praxisnah. Besonders gut gefallen hat mir die Idee einer Assistenz, die Aufgaben aus Protokollen ableitet und verfolgt – eine Art elektronisches Gedächtnis.“

Ein Highlight war für ihn jedoch die Herangehensweise der Gewinnergruppe: „Die Studierenden haben nicht nur Verbesserungsvorschläge gemacht, sondern sich gleich selbst eine Stelle bei uns geschaffen – eine Art Teamassistenz, die Termine und Aufgaben nachhält und das Team entlastet. Diese Mischung aus Mut, Kreativität und Humor hat uns überzeugt.“

Auch wenn nicht jeder Vorschlag sofort umgesetzt wird, sieht EL-CELL den Prozess als klaren Gewinn: „Manchmal weiß man selbst, wo die Probleme liegen. Aber wenn jemand von außen den Finger in die Wunde legt, bekommt das Thema ein neues Gewicht. Und die frische Perspektive der Studierenden war dabei sehr wertvoll.“

 

Ergebnisse und Vorschläge der Studierenden

Die Studierenden analysierten in ihrer Semesterarbeit die Strukturen und Abläufe und entwickelten konkrete Verbesserungsvorschläge, unter anderem:

  • Einführung regelmäßiger bereichsübergreifender Meetings.
  • Aufbau klarer Projektpläne und To-Do-Nachverfolgung.
  • Maßnahmen zur besseren Koordination zwischen den drei Standorten im TEMPOWERK.
  • Eine Gruppe schlug vor, eine neue Rolle zu schaffen – eine Assistenzkraft, die Aufgaben aus Meetings nachhält und Verantwortliche erinnert.

 

“Die Kooperation mit Firmen aus dem TEMPOWERK wie EL-CELL ist super wertvoll für uns. Die Studierenden lernen, unsere Inhalte in der Praxis einzusetzen, und wir lernen auch – was von dem, was wir machen, ist hilfreich für die Praxis, was sind neue Inhalte, die wir unterrichten müssen.“
Prof. Dr. Tim G. Schweisfurth
Institute for Organizational Design and Collaboration Engineering

 

Warum das für Unternehmen spannend ist

Für EL-CELL war das Projekt nicht nur ein spannender Blick von außen, sondern auch ein echter Impulsgeber:

  • Bekannte Schwachstellen wurden klar benannt.
  • Einige Vorschläge sind direkt umsetzbar.
  • Der unverstellte Blick der Studierenden brachte neue Denkansätze.

Dr. Bernhard Bugenhagen: „Manchmal weiß man im Unternehmen selbst, wo die Probleme liegen – aber durch den Blick von außen wird man gezwungen, Dinge auch wirklich anzugehen.“

 

Einladung an andere Unternehmen

Die Stiftungsprofessur ist kein rein wissenschaftliches Projekt, sondern gezielt praxisnah. Unternehmen im TEMPOWERK können eigene Projekte und Herausforderungen als Fallstudien einbringen und gemeinsam mit den Studierenden bearbeiten. Melden Sie sich gern bei uns, wenn auch Sie teilnehmen wollen.

Das bringt gleich mehrere Vorteile:

  • Unverstellter Blick von außen: Studierende stellen Fragen, die intern oft nicht mehr gestellt werden.
  • Neue Methoden: Einsatz moderner Ansätze wie Design Thinking oder Collaboration Engineering.
  • Direkter Nutzen: Konkrete Vorschläge für effizientere Zusammenarbeit und innovative Strukturen.
  • Win-win: Unternehmen profitieren von Ideen – Studierende gewinnen reale Praxiserfahrung.

 

Damit zeigt sich, wie Forschung und Praxis im TEMPOWERK Hand in Hand gehen: Wissenschaft schafft Impulse – Unternehmen gewinnen konkrete Lösungen.

Mieter im Porträt: EL-CELL

El Cell Collage
Innovation, Wachstum und eine Heimat im TEMPOWERK

Das TEMPOWERK in Hamburg ist ein Ort, an dem Innovation auf Gemeinschaft trifft. Ein herausragendes Beispiel für diese Verbindung ist EL-CELL, ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung hochspezialisierter Laborgeräte für die Batterieforschung fokussiert. Seit 2010 ist EL-CELL Teil des TEMPOWERKs und hat nicht nur das Netzwerk bereichert, sondern auch beeindruckende Erfolge erzielt. Doch wie begann diese Erfolgsgeschichte, und was macht das TEMPOWERK zu einem idealen Standort für EL-CELL?

Der Beginn: Eine ungewöhnliche Idee
Michael Hahn, einer der Gründer von EL-CELL, wagte sich zunächst an eine ganz andere Geschäftsidee: eine Maschine, die das Binden von Notardokumenten vereinfachen sollte. Diese Idee entstand aus einer alltäglichen Beobachtung: Bei einem befreundeten Notar waren mehrere Studierende damit beschäftigt, Dokumente zu kopieren, zu binden und zu versiegeln – eine mühsame Arbeit, die dringend optimiert werden musste.
Obwohl die Entwicklung dieser Maschine viele Herausforderungen mit sich brachte und am Ende eingestellt wurde, war diese Erfahrung von unschätzbarem Wert. „Wir haben gelernt, wie man ein Produkt entwickelt, testet und an den Markt anpasst. Ohne diese Erfahrungen wäre EL-CELL nicht möglich gewesen“, erklärt Michael Hahn.

Die ersten Schritte in die Batterieforschung
Nach der Erkenntnis, dass die Notar-Maschine kein tragfähiges Geschäftsmodell war, wandte sich Michael Hahn einem Bereich zu, der näher an seiner Expertise lag: der Entwicklung von Messgeräten für die Batterieforschung. Diese Idee entwickelte er gemeinsam mit seinem Bruder Matthias Hahn, der bereits seit vielen Jahren im Bereich der Batterieforschung tätig war und inzwischen von der Forschung in die Industrie gewechselt war.
2008 und 2009 testete Michael Hahn aus seinem Ingenieurbüro heraus, ob ein Markt für elektrochemische Testgeräte existierte. Die Resonanz war positiv, und im März 2010 gründeten die Brüder gemeinsam die EL-CELL GmbH. Damit begann ihre Reise, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit mit präzisen Geräten für die Batterieforschung zu unterstützen.

Vom Dachboden ins TEMPOWERK
Die Anfänge von EL-CELL waren bescheiden: Ein Büro auf dem Dachboden und eine gut ausgestattete Werkstatt im Keller bildeten die Basis. Doch schnell wuchs der Bedarf nach mehr Raum. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten war jedoch schwierig, da viele Standorte nicht die Kombination aus Büroflächen, Werkstätten und Lagermöglichkeiten boten, die EL-CELL benötigte.
Eine Erinnerung brachte die Lösung: Michael Hahn hatte das TEMPOWERK bei einer Veranstaltung kennengelernt. Die Möglichkeit, hier flexibel Büro-, Labor- und Werkstattflächen zu kombinieren, überzeugte. Im Winter 2010, bei 30 cm Neuschnee, fand die Besichtigung statt, und schon bald zog EL-CELL ins Haus Nr. 7 ein. Heute hat EL-CELL das gesamte Haus Nr. 8 übernommen, ein Labor in Haus Nr. 17 eingerichtet und plant eine Erweiterung zurück in Haus Nr. 7 – zurück zu den Wurzeln.

Produkte, die die Batterieforschung revolutionieren
Das Herzstück von EL-CELLs Angebot sind spezialisierte Laborgeräte, die in der Branche oft als „El-Cells“ bezeichnet werden. Diese Geräte setzen Standards in der Batterieforschung und werden weltweit eingesetzt, um neue Materialien effizienter zu testen.

Testzellen und Batterietestgeräte
Die PAT-Serie („Parallel Testing“) ermöglicht es, chemische Prozesse in Batterien präzise zu analysieren und optimiert den Workflow in Forschungslaboren.

In-situ-Messmethoden
Mit diesen Technologien können Forscherinnen und Forscher elektrochemische Prozesse direkt beobachten und so Batterien effizienter und langlebiger gestalten.

Dilatometer und ergänzende Werkzeuge
Diese Geräte messen mechanische Veränderungen in Batterien und liefern entscheidende Daten für die Stabilität und Lebensdauer.

Beratung und Schulungen
Neben der Hardware bietet EL-CELL maßgeschneiderte Seminare und Beratungen an, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem notwendigen Know-how auszustatten.

Warum das TEMPOWERK?
Die Wahl des TEMPOWERKs als Standort war ein Meilenstein für EL-CELL. Die flexible Infrastruktur ermöglichte es dem Unternehmen, schnell auf wachsende Anforderungen zu reagieren. Doch das TEMPOWERK bietet mehr als nur Raum: Das Netzwerk, der unkomplizierte Zugang zu Fachwissen und die unterstützenden Services schafften ideale Bedingungen für Innovation und Wachstum. „Ohne das TEMPOWERK hätten wir diesen Weg nicht so erfolgreich gehen können“, sagt Michael Hahn. „Hier haben wir nicht nur den Platz gefunden, den wir brauchten, sondern auch die Unterstützung, die ein innovatives Unternehmen wie unseres benötigt.“

Wachstum und Zukunft
EL-CELLs Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Von den Anfängen im Keller bis hin zu einem Unternehmen, das weltweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit seinen Geräten unterstützt, zeigt EL-CELL, wie technologische Innovation und unternehmerischer Mut Großes bewirken können. Mit weiteren Expansionen und neuen Produktentwicklungen ist EL-CELL bestens gerüstet, um auch in Zukunft eine führende Rolle in der Batterieforschung einzunehmen.
Das TEMPOWERK ist stolz darauf, ein Unternehmen wie EL-CELL als Mieter zu haben. Gemeinsam zeigen wir, wie ein Technologiepark Heimat und Sprungbrett zugleich sein kann.